GISOTON - Ratgeber

HERSTELLUNG DES GRUNDSTOFFES BLÄHTON Der gebrannte Ton, aus dem unsere Steine hergestellt werden, ist allgemein bekannt aus seiner Verwendung für Hydrokulturen. Diese Kugeln nennt man Blähton, der aus reinem Ton hergestellt wird, ohne Zugabe von Hilfsstoffen wie Porosierungsmittel. Der Ton wird hierzu an seinen natürlichen Lagerstätten abgebaut, zerkleinert und homoge- nisiert, um anschließend in einem Drehrohrofen bei über 1200° Celsi- us gebrannt zu werden. Dabei dehnen sich während des Brandes die natürlichen organischen Bestandteile aus und es entstehen Kugeln mit einer feinen, an der Außenseite dicht gebrannten Porenstruktur. Damit ist eine Feuchteaufnahme in die Kugeln ausgeschlossen. Diese Eigen- schaft nutzen auch die Hydrokulturen, bei denen das Wasser nicht in die Kugeln eindringt sondern dazwischen bleibt. ÖKOLOGIE Der Umweltschutz nimmt für GISOTON einen hohen Stellenwert ein. Dieser beginnt schon beim schonenden und sparsamen Umgang mit den natürlichen Rohstoffquellen. Das äußerst effektive Produktions- verfahren zur Herstellung von Blähton erreicht, dass nur ein Kubikme- ter Rohton notwendig ist, um fünf Kubikmeter Blähton herzustellen. Modernste Rauchgasreinigungsanlagen reinigen die Abluft des Brenn- prozesses, während die Renaturierung abgebauter Flächen den neues- ten Erkenntnissen und Vorschriften entspricht. Die Natur erhält ihre Leihgabe somit in ökologisch sinnvoller Form wieder zurück. Dieses Material bildet die Basis für die Herstellung unserer GISOTON Steine. EIGENSCHAFTEN Durch das Brennen werden die Tonkugeln beständig nicht nur gegen Nässe und Frost, sondern auch gegen Feuer und chemische Stoffe wie Säuren und Laugen. Blähtone sind in der höchsten Brandschutzklasse A1 als „nicht brennbar“ eingestuft. Das Material ist durch die Kugel- form außerdem druckfest, hat Wärmedämmeigenschaften durch die inneren Poren und wirkt für sich schon schalldämmend. Als minerali- scher Baustoff ist Blähton unverrottbar und wird weder zersetzt noch von Tieren als Nahrung verwendet. WERTBESTÄNDIG Aus diesem Blähton-Grundmaterial wird von GISOTON lediglich unter Zugabe von Zement und Wasser der Leichtbeton hergestellt, aus dem unsere Steine bestehen. Zement als Bindemittel ist ebenfalls ein seit Jahrtausenden bewährter Baustoff, mit dem bereits die alten Römer ihre Bauwerke hergestellt haben. Er besteht lediglich aus gebranntem und gemahlenem Kalkstein ohne weitere Zusätze. Zement reagiert mit Wasser zum meistverwendeten Bindemittel der Welt und verbin- det die Blähtonkugeln unter Druck und Vibration zum sogenannten „haufwerksporigen“ Leichtbeton. Dieser hat nun die Eigenschaften des Blähtons übernommen. Aus dem Schüttgut Blähtonkugeln werden Steine einer definierten geometrischen Form, die wir dem Leichtbeton geben. SCHALLDÄMMEND Die Struktur bietet weiterhin auch schallabsorbierende Eigenschaften. Der Schallschutz ist noch besser als die reine Masse vermuten ließe. GISOTON Steine bieten schon an sich durch ein hohes Wandgewicht guten Schallschutz. Durch die haufwerksporige Struktur wird dies noch einmal verbessert und führt zu den besten Schalldämmwerten. Ton und Dämmstoff – Natur und Forschung im Einklang 8 | 9 Gisoton Ratgeber

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